Häusliche Gewalt

Die repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2004 bestätigt, dass mindestens jede vierte Frau körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt oder erlebt hat.

Das heißt, allein in Schleswig-Holstein leben ca. 300.000 Frauen, die von ihren Partnern geschlagen, gedemütigt, beleidigt, vergewaltigt, isoliert und verfolgt werden oder wurden.

Kindern, die in Familien, in denen Gewalt stattfindet, aufwachsen, sind in ihren Lebenschancen oft benachteiligt. Das Miterleben von Gewalt in Kindheit und Jugend ist ein zentraler Risikofaktor dafür, auch im Erwachsenenalter häuslicher Gewalt ausgesetzt zu sein oder selber gewalttätig zu werden.

Hier setzt KIK Schleswig-Holstein an. In Anbindung an die Landeskoordination arbeiten in fünfzehn Kreisen und kreisfreien Städten regionale Koordinatorinnen. Diese sorgen für eine gute Kooperation aller staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, die mit Opfern und/oder Tätern häuslicher Gewalt konfrontiert sind.

Durch ein System lückenloser Intervention soll die Situation der Opfer verbessert und sollen die Täter zur Rechenschaft und Verantwortung gezogen werden.

Interventionskette Rendsburg-Eckernförde

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